Der Schmiddie Tipp mit dem grünen Daumen

Aussaat von Tomaten,

die Neuheit dabei.

Aufzucht von Tomaten geht auch ohne Pikieren!

Das geht.

Stempel

 

Dito. Einige werden nun sagen: „Klar. Seit hundert Jahren wird pikiert und nun kommt Schmiddie und sagt „Aussaat von Tomaten ohne Pikieren“. Seit einigen Jahren habe ich mal versucht. Dabei habe ich einen Teil meiner Samen auf die herkömmliche Art und Weise gepflanzt und später umgetopft. Den anderen Teil habe ich ohne Umtopfen (pikieren) aufgezogen. Das Ergebnis hat selbst mich erstaunt. Ich war sehr positiv überrascht.  Ein paar Punkte sollte man schon beachten. Das werde ich hier einmal kurz beschreiben.

 

Aber fangen wir erst einmal am Anfang an. Was benötigen wir.

  • Pflanztöpfe  mit den Maßen von ca. H15 x B 10 x L10cm, am besten Pflanztöpfe aus gepresstem Torf, die sind in jedem Baumarkt erhältlich.

Tomaten-Samen – mit meiner Empfehlung:

  • Für die Fensterbank:    Cherrytomate Brillantino F1 von Kiepenkerl Diese Tomatensorte eignet sich bestens wegen ihrem buschigen Wuchs für die Fensterbank.
  • Für Balkon, Terrasse und Freiland:    Cocktailtomate Picolino F1   Diese Cocktailtomate ist sehr robust und wird viele, sehr schmackhafte Cocktailtomaten tragen.
  • Für Freiland und Gewächshaus:    Stabtomate Diplom F1  Diese Stabtomate ist sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und trägt sehr viele, toll schmeckende Früchte.
  • Anzuchterde  (die ist optimal für Jungpflanzen, andere gedüngte Gartenerde ist nicht geeignet, da zu viel Dünger drin ist. Ich empfehle die Anzuchterde von Bayer. Etwas teuer aber die Beste von all denen die ich getestet habe. Oder die von Aldi, die war auch gut. Leider nur einmal im Jahr zu haben.
  • eine Fensterbank mit sehr viel Tageslicht, zu starke Sonneneinstrahlung kann dagegen bei den empfindlichen Tomaten Jungpflanzen schnell zu Verbrennungen führen.
  • abgestandenes Wasser, oder noch besser Regenwasser. Mehr brauchen wir nicht um Tomatenpflanzen erfolgreich zu ziehen. Versprochen. Wenn Ihr die einfachen Dinge beachtet werdet Ihr auch Erfolg  haben.

Nun da wir alles haben können wir anfangen.

Wir füllen die Pflanztöpfe mit ca. 2 cm Anzuchterde und drücken diese fest an. Dann legen wir in jeden Pflanztopf  ein – zwei Tomatensamen und bedecken diese mit 1 cm Anzuchterde und drücken diese leicht an. Vorsichtig angießen, fertig. Nun warten wir erst einmal bis die Samen keimen und aus der Pflanzerde schauen. Dann lassen wir die Jungpflanzen wachsen bis sie ca. 3-5cm über den Rand des Pflanztopfes ragen.

Nun ist die Zeit gekommen wo wir normalerweise pikieren. Diesen Arbeitsschritt sparen wir uns. Wir machen es uns einfach und entfernen vorsichtig die zwei Keimblätter, das sind die ersten Blätter die die junge Tomatenpflanze entwickelt. Danach füllen wir den Rest des Topfes vorsichtig mit Anzuchterde und gießen die Erde an. Fertig. Ganz einfach..

Warum?  Beim Pikieren werden die empfindlichen, jungen Pflanzen aus dem Boden gerissen und in neue Erde gepflanzt. Das schlimme daran, die ganz feinen Wurzeln, mit dem bloßen Auge nicht sichtbar, werden abgerissen. Diese feinen Wurzeln nehmen aber 80% der Nährstoffe für die Pflanze auf. Und diese Nährstoffversorgung wird beim Pikieren um 80% verringert. Es dauert dann immer ein paar Tage bis sich die junge Pflanze vom Pikieren wieder erholt hat. Man nennt dies auch Pflanz-Schock. Den vermeiden wir dadurch das wir nicht pikieren.

Am Ende sollte jeder für sich selbst entscheiden wie er seine Tomaten Jungpflanzen zieht. Einen Versuch ist es auf jeden Fall mal wert. Ihr werdet im Vergleich schnell feststellen was Euch besser gefällt. Ob mit pikieren oder ohne pikieren.  Viel Spaß beim Testen.

Euer Schmiddie

 

 

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