So wird Weißkohl Lagern ein Erfolg

Weißkohl ist in unseren Breiten eines der ältesten Wintergemüse. Denn der Weißkohl war früher das Wintergemüse schlechthin, weil es sehr spät geerntet werden kann. Selbst leichte Minusgrade kann der Weißkohl vertragen. Daher kann die Ernte je nach Witterung erst im November oder sogar Dezember erfolgen. Dies gilt auch für andere Kohlsorten wie z.B. Wirsing, Rosenkohl, Grünkohl… Bei Rosenkohl und Grünkohl wartet man mit der Ernte sogar bis nach den ersten Frosttagen. Die bei Rosen- und Grünkohl enthaltenen Bitterstoffe werden durch den Frost umgewandelt und der Geschmack wird besser und milder. Aber das nur am Rande. Der Weißkohl war früher wie heute das Gemüse, was man einfach und sehr lange Zeit lagern kann. Außerdem war es früher das Wintergemüse mit einem sehr hohen Vitamingehalt und hat den Menschen geholfen ohne Mangelerscheinungen über den Winter zu kommen, selbst wenn man den Weißkohl zu Sauerkraut verarbeitet hat. Sauerkraut hat einen hohen Vitamingehalt und ist auch lange haltbar. Für Sauerkraut hat man die Kohlköpfe verwendet die durch Beschädigungen nicht zum Einlagern geeignet waren. Sauerkraut hat nicht nur viele Vitamine, es hat auch lebendige probiotische Milchsäurebakterien. Viel Vitamin B12 ist im Sauerkraut über sehr lange Zeit verfügbar. Daher war es früher fast schon lebensnotwendig den Weißkohl bzw. Sauerkraut einzulagern. Dazu weiter unten mehr.


 

Eines möchte ich auch gleich am Anfang noch sagen. Dies gilt für den Weißkohl aus dem eigenen Garten, über den gekauften Weißkohl kann ich das nicht sagen. Der wird ganz anders gezogen als der Weißkohl aus dem Garten. Das merkt man schon wenn man mal einen gekauften und einen gleichgroßen Weißkohl aus dem eigenen Garten in der Hand hält, der Weißkohl aus dem Garten ist viel schwerer und fester als der gekaufte.

Aber nun zum eigentlichen Thema. So behandele ich meinen Weißkohl ab der Ente damit er beim Einlagern über den Winter kommt.


 

Worauf sollte man bei und nach der Weißkohl-Ernte achten.

  • Erst einmal den Weißkohl abschneiden und dann alle losen oder beschädigten Blätter entfernen.
  • Danach schneidet Ihr den Strunk noch einmal bündig und glatt ab. Es sollte eine saubere Schnittfläche entstehen.
  • Dann eventuell noch haftende Erde einfach mit der Hand abreiben
  • Der Weißkohl sollte auf keinen Fall gewaschen werden
  • Dann den Weißkohl am Besten für ein paar Tage oder eine Woche an einem trockenen und luftigen Ort, am besten draußen, trocknen lassen. Die Schnittstelle von dem Strunk sollte nicht aufliegen, so kann die Schnittstelle gut abtrocknen.
  • Weißkohl sollte nur eingelagert werden wenn er keine Beschädigungen oder Risse aufweist. Da könnten Schimmelpilze mit der Zeit den Kohl zu Nichte machen.
  • Dann ist der Weißkohl schon bereit zum einlagern. Der Raum sollte luftig und frostfrei sein. Am Besten einzeln mit etwas Abstand zu den anderen Kohlköpfen lagern. Die Schnittstelle dabei wieder etwas zur Seite kippen, damit auch da gut Luft zirkulieren kann.
  • Am besten ist für die Lagerung ein Lattenrost welches mit Zeitungspapier ausgelegt wird.
  • Von Zeit zu Zeit sollte mal nach dem Weißkohl gesehen werden. Wenn doch mal eine schlechte Stelle zu sehen ist, den Kohl unverzüglich entfernen.

So sollte sich der Weißkohl bis ins Frühjahr halten.

Die Kohlköpfe die eine Beschädigung aufweisen kann man sehr gut weiterverarbeiten. Zum einen zu Sauerkraut oder direkt zum Weißkohlsalat. Um die Arbeit zu erleichtern gibt es heute schon für kleines Geld handliche Reiben. Und das tolle daran, man kann die Schneidefläche austauschen und auch noch ganz andere Sachen wie Zwiebeln, Möhren usw. verarbeiten.

Für alle Selbermacher habe ich im Netz auch noch ein paar schnelle und leckere Rezepte gefunden. Hier die Link-Seiten dazu. Viel Spaß.

  1. Weißkohl Salat
  2. Sauerkraut

Wie immer Viel Spaß

Schmiddie

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