Laub für unseren Gartenboden.

Viele Menschen wissen im Herbst nicht wohin mit dem Laub. Egal ob es auf der Straße oder auf der Wiese liegt. Dabei könnte alles so einfach sein. Wir sollten im Herbst nur mal einen Blick in den Wald werfen. Da wird nichts verschwendet oder weggeworfen.
Alle wissen auch, dass der Waldboden ein nährstoffreicher und lockerer Boden ist. Es geht aber niemand und niemals einer in den Wald und gräbt den Waldboden um. Ich hab jedenfalls noch keinen gesehen.

Die Natur ist seit Millionen von Jahren darauf ausgerichtet alles zu verwerten. Und man muss sagen, besser geht es auch nicht. Wir machen uns sehr viel Arbeit damit, unsere Grundstücke vom Laub zu befreien und laden es dann in unser Auto und fahren es auch noch weg. Der einfache, bessere und schnellere Weg ist eigentlich das Herbstlaub einfach auf unseren Gartenboden zu bringen. Einfach das Laub gleichmäßig auf dem Gartenboden ausbreiten. Wer die Befürchtung hat, das das Laub vom Winde verweht wird, kann es auch einharken oder leicht eingraben. Nur 5cm in die Oberfläche einarbeiten reicht vollkommen aus. Im Frühjahr ist dann vom Laub nichts mehr zu sehen und wir haben gleichzeitig noch etwas Gutes für unseren Gartenboden getan. Wer möchte, kann dann im Frühjahr die verbliebenen Reste etwas einharken.

 Das hat gleich mehrere Vorteile.

  1. Humus: Humus ist einer der wichtigsten Bestandteile in einem gesunden Gartenboden. Der Humus fördert fast alle positiven Merkmale eines gesunden Gartenbodens, vom verfügbaren Dünger bis hin zum Mikroleben in unserem Gartenboden.
  2. Wasserhaushalt: wird positiv beeinflusst. Dadurch, dass sich alle Bestandteile vom Laub in Humus verwandeln, wird der Boden feinporiger und kann Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe  besser binden. Wenn man dann bei Trockenheit den Boden leicht aufharkt, kann man sich das tägliche Gießen sparen, da der Boden von sich aus besser das Wasser halten kann. Dann reicht es meist aus den Boden einmal die Woche tiefgründig zu gießen.
  3. Bodenlebewesen: werden sich blitzartig vermehren, von den Mikroorganismen bis hin zum Regenwurm. Die Kleinst- und Kleinlebewesen sind für unseren gesunden Gartenboden lebensnotwendig. Man kann auch ganz einfach sagen: Umso mehr Humus unser Gartenboden besitzt, umso mehr Kleinlebewesen befinden sich in unserem Gartenboden. Denn erst die kleinen Helfer werden alle Pflanzenreste so umwandeln, das es unseren Pflanzen als Nährstoffquelle zur Verfügung steht.  
  4. Gesundheit von Boden und Pflanzen: Entscheident ist ein hoher Humus- und Kleinlebewesenanteil, gleichzeitig für die Gesundheit von Boden und den darauf wachsenden Pflanzen. Durch die stetige Zuführung von Pflanzenresten (Laub) stellt sich ein Gleichgewicht von Nützlichen und Schädlichen ein. Dadurch werden die darauf wachsenden Pflanzen automatisch widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und auch Schädlingen.
  5. Lockerer Gartenboden: entsteht dann ganz automatisch. Die sich zersetzenden Teile von den Blättern haben weiche und harte Bestandteile. Die weicheren werden schnell von den Kleinlebewesen im Boden zu Humus und Dünger für die kommende Saison umgewandelt. Die härteren Teile (Blattachsen) können etwas länger im Boden verbleiben und machen unseren Boden luftdurchlässig und krümmelig.
  6. Auf Dauer besseren Gartenboden: werdet Ihr mit Sicherheit bekommen. Wer das einmal gemacht hat, wird im Frühjahr direkt den Unterschied feststellen. Das sollte man dann auch jedes Jahr machen. Wir haben zu 100% BIO, zu viel geht nicht. Ihr werdet jedes Jahr ohne Mehrkosten Euren Gartenboden verbessern.

Hilfsmittel die Euch die Arbeit erleichtern stehen ausreichend zur Verfügung.

Wem das noch nicht reicht der kann sein restliches Laub auch sehr gut kompostieren.    

Verwenden kann man so gut wie jedes heimische Laub von unseren Laubbäumen. Nur eine kleine Einschränkung hätte ich da noch: Eichenlaub und Tannennadeln sollte man nicht so viel verwenden. Diese haben sehr viele Gerbstoffe und machen den Gartenboden sauer. Der PH-Wert würde bei zu großen Mengen zu stark absinken.

Versucht es doch mal. Ich verspreche Euch, Euer Gartenboden fühlt sich im Frühjahr ganz anders und lockerer an. Ihr werdet es auch riechen können. Ein leichter, frischer Geruch wie aus dem Wald wird Eure Nasen füllen. Und das Beste dabei:

Es spart Zeit und kostet NIX.

Also wenn Ihr wieder mal etwas zu viel Laub auf Eurem Grundstück habt, wisst Ihr ja was Ihr damit machen könnt.

Weiterhin viel Spaß am Garten

Schmiddie


2 Kommentare für 6 Gründe – Warum Herbstlaub unserem Gartenboden so gut tut.


  • Hallo Schmiddie,
    ein neuer Beitrag wie super! Es ist erstaunlich, wie viele Leute keine Ahnung haben, was sie mit dem Laub anfangen sollen. Ich habe den Igeln einen großen Laubhaufen da gelassen und den Rest zum Abdecken der Pflanzen für den Winter verwendet.
    Liebe Grüße
    Tracey

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